TVR /SBSV 2 Jugendleiterfreizeit nach Budapest

16. Nov 2015

Kettenbrücke

Perfekte Tage in der ungarischen Donaumetropole „Budapest“

So machten sich 19 Jugendliche aus dem Stadtbezirk 2 unter der Leitung von Iris Januszewski und dem TV Rodenkirchen-SBSV2/RTD Reisen auf den Weg in die wunderschöne geschichtsträchtige ungarische Hauptstadt auf. In aller Frühe um genau zu sein, um 4.30 Uhr, fanden sich alle Teilnehmer noch sichtlich müde am Köln Bonner Flughafen ein. Es sollten einzigartige Tage mit unvergesslichen Erlebnissen werden. Schon seit Tausenden von Jahren siedelten Menschen in der Gegend um das heutige Budapest an. Die ersten waren die Kelten es folgten die Römer, die Hunnen, die frühen Magyaren wurden sesshaft, doch die Türken und zu guter Letzt die Habsburger besetzten das Land. Mit der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn erlebte Budapest und die Ungarn eine gewisse Selbstbestimmung und den wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Aus dieser Zeit, zeugen noch heute die prächtige Architektur dieser Stadt. Nun ging es ans entdecken. Bei der ersten Stadtrundfahrt konnten sich alle einen ersten Eindruck verschaffen. Im Városliget (Stadtwäldchen) am Heldenplatz gab es für alle zur Mittagszeit eine Stärkung und Zeit zum Ausruhen um anschließend zurück im Hotel die Zimmer zu beziehen. Zentraler ging es nicht – mitten drin in der Budapester-Szene – hier waren wir am Plus von Budapest und Begegnungen mit der Budapester Jugend ließen nicht lange auf sich warten. Wer was erleben möchte macht sich mit dem TVR 1898 e.V./SBSV 2 auf den Weg. So zu Tausend und eine Nacht … der Lichterfahrt. Wirklich ein Traum und der Ausblick von der Zitadelle hoch über der Donau mit Blick über die Stadt werden für alle unvergesslich bleiben.

In den folgenden Tagen standen weitere Thementage auf dem Programm – ein Tag in Pest, in Buda und im Jüdischen Viertel etc. – hier waren die angehenden Jugendleiter gefragt.

Der Tag in Pest stand ganz im Zeichen der politischen Geschichte Ungarns, so war die Besichtigung inkl. Parlamentsführung ein unbedingtes Muss. Sensationell, denn die Sitzungssäle waren zu unserer großen Freude mit der Sitzung des Jugendparlament in Betrieb, dem wir kurz beiwohnen durften. Nach diesen Eindrücken kamen alle zu der Meinung, dass Angesichts dieser geschichtsträchtigen Räume, im Original Zustand von 1902 – politisches Handeln hier wirklich gespürt werden konnte. Im Parlamentsgebäude in der Kuppelhalle konnte außerdem das höchste Gut Ungarns bestaunt werden die „Stephanskrone“. Natürlich darf bei einem Ausflug in Pest auf keinen Fall die St. Stephans-Basilika, die Antwort auf den Petersdom in Rom, nicht fehlen.

Angekommen in der Váci utca (der zu Ostblockzeiten) legendären Shoppingmeile machten sich alle zur großen Markthalle auf. Hier angekommen – konnten alle in das geschäftige Treiben eintauchen und schwirrten gleich aus um für das Abendessen einzukaufen – frischer ging’s wirklich nicht.

Auf der Basilika

Der nächste Tag stand im Zeichen der Buda-Seite. Mit der Frage, wie heißt die Erste und älteste Brücke Budapest, begann ein ganz besonderer Tag. Schon auf dem Weg über die Kettenbrücke die berühmteste Brücke Budapests, mit Blick auf den Burgpalast ging es in der Sikló von 1870 (der zweit ältesten Standseilbahn der Welt) auf den Berg. Oben angekommen wurden wir Zeuge eines Staatsbesuchs mit allem staatsmännischen Drum und Dran – Wachablösung, Aufgebot und vielem mehr. Doch jetzt waren Anika und Leon dran. Denn es war Ihr Thementag und alle waren auf den weiteren Ablauf gespannt. So gab es bemerkenswerte Geschichten um König Béla, König Matthias oder der Kaiserin Maria Theresa zu hören. Mit einem ausgearbeiteten Quiz mit besonderen Aktionsaufgaben erkundeten alle den Berg und die Burg, dabei durfte das Bogenschießen auf keinen Fall fehlen.

Auf dem Turm

Im Anschluss ging es zur Matthiaskirche, der Krönungskirche von Franz Joseph und Elisabeth (Sissi), die im Inneren wie von außen eine Augenweide ist. Mit der Besteigung des Turms und seinen 222 Stufen wurde der Tag mit einem sensationellen Blick über die Fischerbastei und auf das Parlament belohnt. Nach diesem ereignisreichen Tag meldete sich der kleine große Hunger und natürlich gab es eine echte landestypische Spezialität der „ungarischer Gulyás“ oder das „Csirkepaprikás“ und zum Nachtisch „Palacsinta“. Mit dem Nachtspaziergang über die Fischerbastei bergab zum Donauufer mit Blick zum Géllertberg endete der Tag.

Burgpalast Schuhe

Wer sich mit der Geschichte von Budapest beschäftigt, kommt an der jüdischen Geschichte nicht vorbei. Im alten jüdischen Viertel hat noch etwas von der jüdischen Vergangenheit Budapests überlebt. Die Caféhaus Kultur, Koschere Läden und die größte Synagoge Europas zeugen von einer bewegten Geschichte. So machten wir uns auf die Spurensuche. Beginnend mit dem Jüdischen Museum durfte sich jeder mit dem Sabbat, den jüdischen Feiertagen sowie u.a. den Thorarollen beschäftigen. Im Anschluss ging es zur Führung mit Andrea in die Synagoge. Hier ging sie auf die unterschiedlichen Richtungen im Jüdischen Glauben ein. Sie stellte unserer Gruppe das Heiligste in der Synagoge vor und gab einen bewegten Rückblick – auf die dunkle Zeit dem „Holocaust“ und die Vernichtung der ungarischen Juden. An der Gedenkstätte (dem Massengrab) innerhalb des Synagogengeländes und der außergewöhnlichen Darstellung des „Todesmarsches“ sowie an den Gebetstafeln hielt jeder in Stille in sich. Nach diesen bewegenden Momenten und einem Spaziergang durch die Straßen gesäumt von Fassaden Schönheiten im Jugendstil machten wir einen musikalischen Stopp im Franz Liszt Haus sowie in der musikalischen Akademie.

Synagoge innen
Im Anschluss ging es über die Freiheitsbrücke zum Baden und Saunieren ins Gellértbad. Ein königliches Gefühl, erhabene Schönheit, stilvoll und einmalig – eine Zeitreise ins letzten Jahrhundert. Von den unterschiedlichsten temperierten Badebecken, der anmutigen Haupthalle sowie den Blumen- & Kräutersaunen genoss jeder die Ruhe nach einem anstrengenden Tag.

Abends wurde sich wieder in das Gewühl der jungen Budapesterwelt begeben. Bekanntschaften wurden gemacht und Adressen ausgetauscht. Völkerverbindung ganz unkompliziert.

Der letzte Tag stand im Zeichen der Caféhauskultur. Wer nicht im Múvész oder im New York Kávéház gewesen ist, hat nicht die Meilensteine der Budapester Kunstgeschichte eingeatmet. Ein Traum von architektonischer einmaliger Pracht und erst einmal die Köstlichkeiten aus der Kuchentheke laden zum Verweilen ein. Eine Zeitreise der besonderen Art – denn mit wenig Fantasie war man im Geschehen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts getaucht, hier wurde diskutiert, musiziert, Geschäfte abgeschlossen, die Kultur jener Zeit gelebt.

Viel zu schnell vergingen die Tage und mit einem letzten Blick aus dem Riesenrad über die Donaumetropole verabschiedete sich das Köln-Rodenkirchener Reisevölkchen.

Eine Traumreise, eine Traumstadt … das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal … wir kommen wieder.

Wer auch einmal auf Entdeckungsreise mit dem TVR 1898 e.V. / SBSV 2 in eine europäische Hauptstadt gehen möchte – kann sich jetzt schon für die nächsten Fahrten unter info@tvr1898.de vormerken lassen. Voraussichtliches Ziel „Prag“!

 

Von oben nach unten Turmsicht Cafe New York

← American Football im TVR Run of Colours 2015 - der Spendenlauf für die AIDSHILFE Köln →

Hinterlasse einen Kommentar

Keine Kommentare möglich