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Segelerlebnis – Schiff Ahoi – mit dem TVR auf Achse

23. Apr 2017

Segelerlebnis – Schiff Ahoi – mit dem TVR auf Achse

 

Am Ostermontag starteten 70 angehende Rodenkirchener Seeleute mit dem TV Rodenkirchen 1898 e.V./ Kooperation SBSV 2 Köln, unter Leitung von Iris Januszewski (Vorsitzenden) in Richtung Holland um eine Woche auf dem Watt und der Nordsee Beute zu machen.

In aller frühe ging es mit einem der bewerten Busse von Rheinland Touristik in Richtung Norden an die See. Hier wurden die Kölner Landratten schon von Skipper Erik und Joris erwartet und ganz herzlich begrüßt. Doch bevor es los gehen konnte, musste das Proviant sowie das Gepäck über einen sehr langen kleinen Steg vom Bus zu den Schiffen gebracht werden. Nach dem die Schiffe beladen, die Kajüten bezogen und der Mittagsschmaus eingenommen worden war …. hieß es Anker lichten, Leinen los und so ging es zur ersten Etappe von Makkum nach Harlingen. Auf der Fahrt nach Harlingen grüßte das Aprilwetter vom Regenbogen, Sturzregen bis hin zu heftigen Hagelschauern und strahlendem Sonnenschein, alles war dabei.


Angekommen im Hafen von Harlingen fragten sich der ein oder andere … wie komme ich denn hier jemals vom Schiff??? – 5 Meter Höhenunterschied mussten dank der Gezeiten überwunden werden um an Land bzw. wieder zurück ans Schiff zu kommen. Eine echte Herausforderung, wenn man den Höhenunterschied bezwungen hatte – musste im Anschluss nur noch das Hindernis „fremdes Schiff dazwischen“ überschritten werden. Kletterkünste in der Senkrechten sowie in der Waagerechten waren gefragt. Dank der fehlenden WLAN Verbindung wurden die alt hergebrachten Spiele am Abend im großen Salon unter Deck wiederbelebt wie z.B. das Kartenspielen, Stadt-Land-Fuß, Wer bin ich, Brettspiele und mit viel Begeisterung den ganzen Abend durchgespielt.


Der nächste Tag stand ganz im Zeichen „Schiff Ahoi – Segelerlebnis pur“ … in aller frühe wurde das Schiff startklar gemacht um von Harlingen nach Den Helder zu segeln. Bei strahlenden Sonnenschein und einer angenehmen Prise liefen die zwei Schiffe mit den angeheuerten Rodenkirchener Seeleuten aus dem geschützten Harlinger Hafen aus. Im Anschluss mussten sich alle richtig ins Zeug legen um die riesigen Segel zu hissen. Beide Schiffe zusammen habe eine Segelfläche von 1200 qm und um diese zu hissen bedarf es jeder Menge Muskelkraft. Nach dem die gesamte Takelage in voller Pracht am Wind stand, konnte das Segelerlebnis in vollen Zügen genossen werden. Zwischendurch gab es Anweisungen von Matrose Hilke oder Junies, dann mussten alle an Deck kräftig in die Hände spucken um bei der Halse die Segel bzw. die Masten zu lösen um im Gegenzug sie wieder mit schnellem pullem fest zu zuzurren. Und bei einem Segeltag von sechs Stunden wurde das ziemlich häufig vorgenommen.
In Den Helder angekommen ging es erst einmal durch zwei Schleusen um gemütlich im Innenhafen anzulegen. Jetzt war Landgang angesagt und alle Schwirrten in Windeseile aus, um das Hafenörtchen mit Tradition kennenzulernen. Wieder an Bord stand der gemeinschaftliche abendlichen Schmaus an, danach hatten alle noch viel Spaß beim Kajütenzauber bis tief in die Nacht.

 

Nachdem die Nordsonne von Holland durch die Bullaugen die Nachtschwärmer weckte, wurde im Schiffs-Salon das Frühstück eingenommen. Danach stand Kultur auf dem Programm. Denn, Den Helder ist eine Hafenstadt mit Tradition … Bis heute ein wichtiger Standort der Marine in den Niederlanden. Und so checkten alle in die Marine-Museumsmeile ein, um auf die unterschiedlichsten Schiffe zu klettern und sie zu entdecken. So erfuhren die Kids und Teens des TVRs jede Menge über die Geschichte der Vereinigten Niederländischen-Ostindien-Kompanie oder der Niederländischen Westindischen-Kompanie, denn die Niederlande war eine Weltmacht mit Handelsbeziehungen und Kolonien auf fast allen Kontinenten. Highlight war u.a. das U-Boot, das zu Zeiten des kalten Krieges in der Nordsee als Aufklärungs-U-Boot im Einsatz war. Zu großem Erstaunen der Kids & Teens waren zwei ältere Herren vor Ort und gaben ihre eigenen Erfahrungen (Sie waren 5 Jahre aktiv auf dem U-Boot im Einsatz) zum Besten. Dadurch wurde der Stahlkoloss gegenwärtiger und die Enge im Boot fühlbarer, denn so ein Einsatz mit 68 Mann betrug 50 Tage lang, in diesen 50 Tagen gab es keinen Landgang und kein Auftauchen – kaum vorstellbar, aber wahr – so die zwei Seemänner aus alten Tagen. Des Weiteren gab es eine Zeitreise vom 19. bis ins 21. Jahrhundert, traditionell, gediegen, luxuriös bis Hightech pur. Auf der Kommandobrücke eines Aufklärers stand modernste Technik der Schiffsfahrt von der Navigation, dem Sonar u.v.m. in kompakter Form, der neusten Generation, zum Anfassen bereit. Nach so viel Marine-geschichtlichen-Input ging es wieder auf die Mare und Wapen fan Fryslan um die Insel Texel anzusteuern. Auf Texel angekommen wurde der fantastische Spielplatz am Hafen geentert um im Anschluss mit dem angeheuerten Bus in die Inselmitte der Insel nach Den Burg zu fahren. Hier schwärmten alle aus um dem Shopping-Gelüsten nach zugehen. Wieder an Bord zurück wurden auf beiden Schiffen die Jakuzzis angeheizt und so tauchten die meisten Rodenkirchener Landratten bei Sternenklarem Himmel zum Bade-Plantsch-Erlebnis auf Deck ab.
Wie im Fluge verging auch dieser Tag und bei Gitarrenklängen von Wolfgang wurden die alten Seemannslieder von Regine, Sandra, Lars, Petra, Michael, Sabine und Iris geträllert.

Am darauf liegenden Tag ging es von Texel vorbei an den Seehundebänken unter vollen Segeln mit 10 Knoten Geschwindigkeit nach Terschelling. Doch was wäre eine Segelfahrt ohne außergewöhnliche Zwischenfälle … denn auf dem Weg von Texel nach Terschelling gibt es zwei Untiefen – die mit den beiden Schiffen nur bei voller Flut zu überfahren sind. Ein Rums, ein gepolter und beide Schiffe steckten fest. Anscheinend war noch nicht volles „Hoch“ Wasser. Die Mare konnte sich dank der Geschichtsverlagerung (alle mussten nach vorne zum BUG) relativ schnell wieder frei setzen, die Wapen hatte da weniger Glück und lag eine Zeitlang mitten im Watt fest. Zudem kam noch hinzu, dass das Hauptsegel der Wapen durch eine außergewöhnliche starke Boe riss und mit alle Mann/Frau schnellst möglich eingeholt werden musste. Auf der Mare ging es hingegen schnell entspannt zu und so kletterten die Teens, gesichert und mit Schwimmweste ins vordere Netz um das Gefühl der grenzenlosen Freiheit zu erleben.


Wohl behalten kamen alle am späten Nachmittag im Hafen von Terschelling an um beim Landgang die Insel unsicher zu machen. Nach dem sich alle die Beine an Land vertreten hatten und wieder zurück auf den Schiffen waren, startetet das gemeinschaftlichen Kreativ-Programm. Für jeden gab es einen Drachen, der mit fantasievollem Motiven rund um die Segeltour gestaltete wurde, um diesen im Anschluss am Strand von Terschelling in die Lüfte steigen zu lassen. Ein Drachen starkes Spektakel und ein riesiges Gaudi, Groß und Klein hatten beim Anblick der am Himmel tanzenden Drachen ihren Spaß.
Wieder an Bord wurde der letzte Abend noch einmal mit einer Runde baden im Jakuzzi und viel Kajütenzauber bis in den frühen Morgen genossen.

Die letzte Strecke des Segeltörns ging von Terschelling nach Harlingen. Ein letztes mal hieß es Leinen los, Segel hissen und bei strahlendem Sonnenschein konnten alle an Deck die Überfahrt in absoluter Entspannung genießen. Im Hafen angekommen wartete bereits der Bus, doch bevor es los gehen konnte musste noch Klarschiff gemacht werden. Die Verabschiedung von Käpten Erik und Matrose Juniers sowie von Käpten Joris, seiner Frau Rinske, Sohn Baike und Matrose Hilke fiel allen schwer, doch mit der Gewissheit wir kommen wieder, konnte die Heimreise nach Köln-Rodenkirchen entspannt angetreten werden.

Wer auch einmal dabei sein möchte, kann sich jetzt schon für die nächste Segeltour anmelden. Infos und Anmeldungen zur Osterferiensegeltour 2018 erhaltet Ihr unter info@tvr1898.de oder im Internet unter www.tvr1898.de

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